User-Arten

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Diese Seite beschreibt alle möglichen User-Arten, die es bei Hostsharing geben kann. Die Hierarchie gliedert sich (soweit möglich) in aufsteigender Reihenfolge.

Emailadressen, Mailboxen (POP/IMAP Accounts) und Weiterleitungen

Für aufgeschaltete Domains werden Emailadressen durch einen virtusertable Eintrag eingerichtet (Bsp. hsadmin "emailaddress": otto@domain.tld -> xyz00-otto).

Für die Paketdomain und den Hive werden Emailadressen durch anlegen eines Paketusers eingerichtet. (Bsp: xyz-otto@xyz00.hostsharing.net sowie @h00.hostsharing.net und @IP.) Ein angelegter Paketuser kann standardmäßig sofort E-Mails senden und empfangen. Details zum E-Mail-Versand und -Empfang findet man unter E-Mail.

Sobald die erste Email für einen Paketuser ankommt, bekommt er bei uns standardmäßig ein Maildir Verzeichnis in seinem Homeverzeichnis angelegt (sprich eine Mailbox). Dadurch wird aus der Mailadresse des Paketusers ein vollwertiger POP/IMAP Account.

Aus Emailadressen der Paketdomain wird also eine Mailbox, wenn man nicht verhindert, dass dem eingerichteten Paketuser E-Mails zugestellt werden.

Man kann dafür sorgen, dass ein Paketuser (dem kein Login gegegeben wurde) ein reiner Mailuser bzw. nur eine Mailadresse bleibt, indem man EMails an die Adresse des users mit einem alias Eintrag z.B. auf einen anderen Paketuser (und damit ggf. auf dessen dessen Mailbox) umleitet. Bsp. alias Eintrag "xyz00-wiki -> xyz00-mailbox" Damit bleibt der wiki-Account eine reine Mailadresse ohne eigene POP/IMAP Mailbox.

Mailadressen, die per Mailuser oder virtusertable eingerichtet sind und per virtusertable oder alias Eintrag auf eine externe Mailadresse verweisen, zählen als Emailweiterleitungen.

In der Praxis erzeugt man einen reinen Mailuser (nur eine Mailadresse) indem man einem neuen User keine interaktive Shell zuweist (also keine Komandozeile) und mit einem alias Eintrag alle E-Mails, die an ihn Adressiert sind umleitet.

Für einen solchen reinen Mailuser (Mailadressen Account) werden dann nur E-Mails an seine Adresse angenommen und weitergegeben/verarbeitet, sowie E-Mails versendet (SMTP).

Als Shell für einen Mailuser kann man "/bin/false" eintragen, womit verhindert wird, dass er sich auf dem Server anmelden kann. Trägt man ihm als Shell "/usr/bin/passwd" ein, kann der User (nur) sein Passwort ändern, wenn er sich per ssh anmeldet.

FTP
Alle HS User, also auch reine Mailuser, können per FTP auf ihr Heimatverzeichnis zuzugreifen. Dieses Feature ist nicht exlizit abstellbar. Man kann sich nur nach foldendem richten: Ein POP/IMAP Account (Mailbox) User hat nur das Verzeichnis "Maildir" mit seinen E-Mails (seine Mailbox) in seinem Heimatverzeichnis. Ein reiner Mailuser hat ein leeres Heimatverzeichnis. FTP Nutzer haben dort mehr als diese Daten liegen.

Achtung: Da bei ftp:// das Passwort nicht verschlüsselt wird, ist FTP Nutzern dringend die Verwendung von ftps:// (FTP über SSL) angeraten. (Shell-User können Dateien auch per sftp oder scp übertragen, die beide auf ssh aufbauen.)

Shell-User

Diese User haben eine echte Shell zugewiesen bekommen (i.d.R. "/bin/bash") und können sich deshalb auf dem System anmelden und die üblichen Unix-Kommandos ausführen. In der Regel können sie nur die eigenen Dateien ändern, dürfen aber alle Dateien sehen, die vom jeweiligen Besitzer für alle freigegeben wurden.

Shell-User loggen sich mit ssh ein.

Achtung: In der Regel wird nur der Paket-Admin als Shell-User angelegt. Dieser kann dadurch per Shell die Benutzer verwalten und über sudo bzw. hsadmin auch die Domains der Paketuser bearbeiten usw.

Für Domainadmins und Andere Paketuser erst recht, reicht i.A. der Zugriff über ftps://xyz00-ott@xyz00.hostsharing.net zur Dateiübertragung und https://hsadmin.hostsharing.net zur Domainverwaltung aus.

Datenbank-User

Die Datenbank-Systeme haben jeweils ihre eigene User-Verwaltung. Siehe Datenbanken

Website-User

Man kann einzelne Webseiten oder ganze Sites gegen Einsichtnahme durch Unberechtigte sperren. Prinzipiell hat jede solche Sperre eine eigene User-Verwaltung mit eigenen Namen und Passworten. Mehr dazu findet man auf unserer Seite zum Passwortschutz von Webseiten, in den entsprechenden Teilen der Apache-Dokumentation oder in der Dokumentation des eingesetzten Content-Management Systems.

Domainadmin

Durch Aufschalten einer Domain auf den Namen eines Users wird dieser zum Domainadmin. Dabei wird in seinem Homeverzeichnis eine Verzeichnisstruktur unterhalb von ~/doms/ angelegt.

'Rechte:

  • E-Mail-Adressen für die Domain einrichten,
  • Sub-Domains anlegen,
  • Zonen-Daten ändern,
  • Dateien und Verzeichnisse unter doms/ anlegen oder hochladen (z.B. per ftp/ftps/sftp/scp/wget/etc.), auf die dann per Web-Server (http(s)://) zugegriffen werden kann.
Eine Domain kann zwar auch auf den Account eines Paketadmins aufgeschaltet werden,
aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich Domains auf separate User aufzuschalten sieheDomains.

Paket-Admin

Der Paket-Admin ist der User, der ein Webhosting-Paket verwaltet.


Generell:

  • Jeder Paket-Admin bekommt einen User-Namen der Art xyz00, 00 ist eine fortlaufende Nummer seiner Pakete. Die Zählung beginnt bei 0.
  • Wenn ein Paket-Admin weitere User anlegt, beginnen deren Namen mit den Zeichen xyz00- (Paket-Prefix gefolgt von einem Minuszeichen).
  • Jeder Paket-Admin hat die E-Mail-Adressen xyz00@xyz00.hostsharing.net und admin@xyz00.hostsharing.net.


Rechte

Der Paket-Admin hat alle Rechte eines Domain-Admins und folgende zusätzliche Rechte:

  • die Domains des Pakets einem User (Domainadmin) des Pakets zuordnen,
  • weitere Domains bestellen,
  • die Domains des Paketes administrieren,
  • User einrichten / löschen,
  • den Usern des Pakets Shell-Zugang geben/nehmen,
  • per "sudo -u xyz00-paketuser -i" die Rechte eines Users seines Paketes annehmen.